Cyberkriminelle sind inzwischen so geschickt im Hacken geworden, dass es beängstigend ist. Selbst wenn Sie ein erstklassiges Antivirenprogramm oder eine Multifaktor-Authentifizierung nutzen, können Sie trotzdem zum Opfer werden. Es geht nicht darum, ob Hacker Ihr Gerät kompromittieren können, sondern wann sie es tun.
Die Wahrscheinlichkeit für Malware auf Ihrem Gerät ist möglicherweise höher, wenn Sie:
Wenn Sie glauben, dass Ihr Computer gehackt wurde, zeigen Ihnen die folgenden Anzeichen, ob Sie auf dem richtigen Weg sind.

Das offensichtlichste Zeichen für Malware ist eine Antiviren-Benachrichtigung. Diese kann vom integrierten Windows Defender oder von der Software stammen, für die Sie bezahlen. Wenn viele Meldungen zum gleichen Problem immer wieder auftauchen, stimmt etwas nicht und Sie sollten misstrauisch sein. Möglicherweise umgeht der Hacker Ihr Antivirenprogramm auf irgendeine Weise. Vielleicht hat er sich im System festgesetzt, sodass das Antivirenprogramm die Bedrohung zwar erkennt, aber nicht löschen kann. Eventuell repliziert sich der Virus. In diesem Fall sollten Sie mit einem Profi sprechen.
Die Kamera Ihres Laptops, Computers oder Smartphones sollte niemals ohne Grund aktiviert werden. Passiert das auch nur einmal, müssen Sie überprüfen, was die Ursache war. Haben Sie Ihrem Browser erlaubt, die Kamera zu steuern? Spioniert jemand Sie aus? Das sollten die ersten Fragen sein, denn es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass jemand einen Remote-Access-Trojaner (RAT) nutzt, um Sie zu überwachen. Wenn Sie jedoch Google Meet als offenen Tab hatten und deshalb die Kamera eingeschaltet blieb, gibt es keinen Grund zur Sorge.
Wenn Ihr Gerät plötzlich träge wird, könnte jemand Krypto-Mining-Software installiert haben. Miner verbrauchen in der Regel sehr viel CPU- und GPU-Leistung, was normales Surfen nahezu unmöglich macht. Öffnen Sie zuerst den Task-Manager und prüfen Sie die laufenden Anwendungen. Wenn nichts Verdächtiges zu sehen ist, kontrollieren Sie die Hintergrundprozesse, um festzustellen, ob gerade ein Update heruntergeladen wird. Ist das der Fall, müssen Sie sich keine Sorgen machen.
Der gefürchtete Windows-Bluescreen kann jedem passieren. Vielleicht haben Sie zu viel RAM genutzt und Ihr Gerät drei Wochen lang nicht neu gestartet. Aber vielleicht – besonders wenn Abstürze und Freezes häufig auftreten – ist ein Hacker tief in Ihren Kernel oder Ihre Treiber eingedrungen und hat die Anwendungen beeinträchtigt, die Sie täglich nutzen. Wenn Sie nicht herausfinden können, warum Ihr Gerät ständig abstürzt, ist es sinnvoll, von Malware auszugehen.
Pop-ups waren vor einem Jahrzehnt sehr beliebt. Das ist einer der Gründe, warum fast jeder einen Werbeblocker installiert hat. Wenn Sie eine zufällige Seite besuchen und ein Pop-up erscheint, kann das noch nachvollziehbar sein. Taucht es jedoch plötzlich und ohne ersichtlichen Grund auf, sollten Sie misstrauisch werden. Besonders beunruhigend sind Command-Prompt-Pop-ups, die nur für den Bruchteil einer Sekunde erscheinen und wieder verschwinden. Manchmal handelt es sich um eine normale App, die ein Update erzwingt, aber meist ist es ein Hilferuf. Um das Risiko solcher Angriffe zu verringern, sollten Sie nicht nur einen Werbeblocker nutzen, sondern auch Ihre Verbindung absichern – etwa wenn Sie ein VPN kostenlos herunterladen und damit Tracking sowie schädliche Umleitungen reduzieren.
Die Übernahme von Webbrowsern war zu Zeiten des Internet Explorers weit verbreitet. Seitdem ist diese Praxis zurückgegangen, und diese Art von Malware nimmt ab. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie verschwunden ist. Sie ist allgemein als Junkware bekannt und installiert Plugins oder ändert Ihre Startseite bzw. Standardsuchmaschine, um mehr Werbeeinnahmen zu erzielen. Führen Sie einfach einen Scan durch, denn die meisten Antivirenprogramme können diese Bedrohung leicht finden und entfernen.
Hacking bedeutet nicht nur, Zugriff auf Ihr Gerät zu bekommen, sondern auch auf Ihre Online-Konten. Eine der beliebtesten Methoden ist das Knacken Ihres Passworts (insbesondere, wenn Sie überall dasselbe verwenden) und der Zugriff auf Ihr E-Mail-Konto. Von dort aus können Angreifer Ihre Banking-Apps und Social-Media-Konten kompromittieren und sogar Ihre Identität stehlen. Gute Online-Cybersicherheit ist genauso wichtig wie der Einsatz von Schutztools.